Klassische Festungsführung

Befestigungen bieten Schutz

Im römischen Imperium waren befestigte Heerlager die Zentren des Militärwesens in den Provinzen. Jeder kennt solche zumindest aus den Abenteuern von Asterix und Obelix. Oft waren solche Lager der Ausgangspunkt für die Entwicklung von Städten. Das hochentwickelte Heerwesen Roms ging allerdings mit dessen Ende unter. Die siegreichen Germanenstämme kannten keine vergleichbare militärische Organisation. Bestehen blieben im Alpenraum nur etliche Höhensiedlungen, die teilweise – orientiert an den Befestigungen von Byzanz – schon von Ringmauern umgeben waren.

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Es folgte sozusagen ein „Holzzeitalter“: ausgehend von Frankreich entstanden von Erdwällen umgebene Holzbauten, später Wohntürme auf sogenannten Motten oder Donjons, das sind (künstliche oder natürliche) Hügel. Das waren nicht zuletzt Symbole des Feudalwesens – Grundherren und Minsterialen zeigten so ihre gesellschaftlich gehobene Stellung, ihre Macht.

Bei uns in den Alpen braucht man solche Hügel nicht aufzuschütten: Wir haben schon Berge – wie in Kufstein den Kalkfelsen auf dem unsere Festung thront.

Burgen und Festungen sollen Feinden trotzen

Erst ab dem 11. Jahrhundert finden sich zunehmend gemauerte Burganlagen, die Wohnung und Verteidigungsanlage zugleich waren. Bald entwickelt sich geradezu eine Burgenbaukunst. Die Baumeister folgen gewisse Regeln: Meistens bildet ein Wehrturm das Zentrum. Es schließt sich ein Palas als kombiniertes Wehr- und Wohngebäude an. Um beides herum bilden ein oder mehrere Mauerringe, oft mit Türmen verstärkt, die äußeren Verteidigungslinien. Die Mauern waren am Anfang oft noch zweischalig, dazwischen ein mit losen Bruchsteinen gefülltes Holzgerüst. Bogen- und Armbrustscharten, Gußerker, Zugbrücken und Fallgitter ermöglichen die Verteidigung. Das reichte gegen einen Feind, der zu Fuß und zu Pferd angriff und vorerst keine Feuerwaffen besaß….

Später bauten die Herrscher Festungen, die nicht als Wohnsitz adeliger Grundherren dienten, sondern nur der Verteidigung, der Kriegführung. Die ab dem 14. Jhd. aufkommenden Feuerwaffen erhöhten die Reichweite der Verteidiger enorm – und jene der Angreifer. Sie veränderten auch die Bauweise der Befestigungen. Die Mauern wurden dicker, die Schießscharten größer.

Die wechselvolle Geschichte der Festung Kufstein

Ein Ergebnis dieser Entwicklung ist auch die Festung Kufstein. Sie ist mit dem Namen Maximilian I eng verbunden. Maximilian trug den Beinamen letzten Ritter und ersten Kanonier und war Landesherr in Tirol und später Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation. Wie dieser Zusammenhang aber wirklich ist, das erfahren Sie bei dieser Führung durch die Festung.

Erleben Sie – neben anderem – den Kaiserturm, das mächtige Bauwerk im Zentrum der Festung. Blicken Sie in den Tiefen Brunnen hinunter, manchmal steht sogar Nebel in seinem Schacht. Sie werden staunen, wenn Sie bei der Führung den „Motor des Mittelalters“ sehen, der das Wasser heraufzog. Lassen Sie sich im Felsengang durch den Berg unter den Befestigungsanlagen führen – und bestaunen Sie welche grünen Pflanzen im Inneren des Berges wachsen.

Die Heldenorgel klingt seit Jahrzehnten über Kufstein

Sie besuchen die Heldenorgel, die größte Freiorgel der Welt und erfahren, warum sie gerade hier steht und warum sie errichtet wurde. Versäumen Sie übrigens nicht deren tägliches Konzert – es wird Sie noch mehr berühren, wenn Sie bei dieser Führung erfahren haben, welche Bedeutung es hat.

Kerker hinter dicken Mauern

Diese Führung zeigt Ihnen auch das Staatsgefängnis auf unserer Festung – eine Besonderheit hier in Kufstein. Ein Gefängnis, welches Revolutionäre, Hochverräter und gefährliche Verbrecher – und Geiseln – aus der ganzen österreichisch-ungarischen Monarchie und darüber hinaus beherbergte. Es ist schon ein Erlebnis dort zu stehen, wo Männer und Frauen teils sehr lange Strafen verbüßen mussten. Erfahren Sie, welche wichtigen Insassen eingekerkert waren und wie die Verhältnisse dabei waren.

Kriege und Eroberer suchten auch Kufstein heim

Für jede Festung, jede Burg sind Kriege und Belagerungen die Fixpunkte ihrer Geschichte. Das ist bei der Festung Kufstein nicht anders: Auch das wechselvolle Schicksal der Festung Kufstein, ihrer Verteidiger und ihrer Eroberer werden Sie bei der Führung kennenlernen.

Sie werden das Erlebnis dieser Führung nicht vergessen und die Festung Kufstein mit anderen Augen sehen!

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