31.5.2026 Der Tag der Jubiläen in Kufstein

125 Jahre Trachtenverein D‘Koasara Kufstein
100 Jahre Andreas-Hofer-Statue
100 Jahre Kaiserjäger Kufstein
75 Jahre Unterinntaler Trachtenverband
50 Jahre Jugendgruppe D‘Koasara

 

      

Fotos privat von Annelie Oberreiter

Gleich mehrere Jubiläen, im Besonderen das 100-Jahr-Jubiläum der Kufsteiner Andreas-Hofer-Statue, wurden in Kufstein am 31. Mai gefeiert. Die Kufsteiner Schützen, der Trachtenverein D’Koasara und die Kaiserjäger haben gemeinsam ein Festprogramm auf die Beine gestellt, dass einen besonderen Tag mit vielen Highlights geboten hat.

Harald Gogl ( Obmann D`Koasara) und Maximilian Kaneider (Hauptmann der Kompanie bei den Kufsteiner Schützen) freuten sich über diesen Festtag und berichteten über die Rolle ihrer Vereine und den Bezug zur Andreas Hofer Statue und generell über die Erwartungen an diesen Ehrentag.

Maximilian Kaneider: „Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Andreas-Hofer-Statue ursprünglich für Wien vorgesehen war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie dort jedoch nie aufgestellt. Der Tiroler Bund in Wien, der die Statue einst in Auftrag gegeben hatte, informierte uns darüber, dass sie nun seit 100 Jahren in Kufstein steht. Dies war für uns ein passender Anlass, gemeinsam mit den örtlichen Traditionsvereinen ein Fest zu organisieren. Im Zuge eines Treffens aller beteiligten Vereine stellte sich heraus, dass im Jahr 2026 mehrere Jubiläen zusammenfallen. Daraus entwickelte sich schließlich ein großes gemeinsames Jubiläumsfest.
Die Hauptorganisation lag bei den „D’Koasara“ unter Obmann Harald Gogl. Die Schützen sowie die Kaiserjäger sind im Festausschuss vertreten und wirkten maßgeblich an der Planung mit. Bereits im Jahr 1926 waren es die Koasara, die gemeinsam mit den Schützen die Statue in Kufstein aufgestellt haben.“

Harald Gogl: „Die Koasara feierten bei diesem Jubiläum ihr 125-jähriges Bestehen und waren maßgeblich an den Vorbereitungsarbeiten und bei der Organisation dieses Festes beteiligt.

Wie waren die Vereine am Festtag eingebunden?
Wie durften die Gäste diese Feier erleben? 

 

Die Koasara wirkten bei diesem Fest bei der Festmesse und beim Umzug mit. Zudem hielt Obmann Harald Gogl die Eröffnungsrede und die Jugend- und Plattlergruppe stellten beim Festausklang auf der Josefsburg mit Tänzen und Schuhplattlern ihr Können unter Beweis.
Am Festtag stellten die Schützen drei der insgesamt vier Ehrenkompanien. Diese waren die Schützengilde Kufstein, die Schützengilde Thierberg sowie die Schützenkompanie aus Rovereto, der Partnerstadt Kufsteins. Die vierte Ehrenkompanie wurde von den Kaiserjägern gestellt.

Harald Gogl und Maximilian Kaneider erläuterten die Bedeutung
des Andreas-Hofer-Denkmals bzw. die Geschichte Andreas Hofers für die Vereine:

 

Fotos privat von Rita Mauracher

Harald Gogl: „Die Geschichte Andreas Hofers und seines Freiheitskampfes bedeutet uns/mir sehr viel, da sie einen ganz wichtigen geschichtlichen Eckpfeiler für unser Land Tirol darstellt. Das Denkmal bedeutet uns insofern auch sehr viel, da es einerseits unter anderem von unserem Verein im Jahr 1926 am Kalvarienberg aufgestellt wurde und uns andererseits an den heroischen Freiheitskampf von Andreas Hofer und seinen Mannen erinnert.“

Maximilian Kaneider: „Das Andreas-Hofer-Denkmal ist ein bedeutendes Symbol der Tiroler Geschichte und Identität. Jährlich findet in Kufstein am ersten Sonntag nach Allerheiligen ein Umzug statt, der vom Oberen Stadtplatz bis zu den Kapellen am Kalvarienberg führt, wo sich die Statue befindet. Die Schützen verbindet historisch viel mit der Person Andreas Hofer und dem Tiroler Freiheitskampf. Ihre Ursprünge reichen jedoch weiter zurück, nämlich auf das Landlibell von 1511, das von Kaiser Maximilian I. erlassen wurde. Mit Andreas Hofer erlangte das Schützenwesen jedoch seine größte Bekanntheit. Seine Geschichte ist untrennbar mit Tirol verbunden – nicht zuletzt zeigt sich dies auch in der Tiroler Landeshymne.“

Das Jubiläumsfest am 31. Mai hatte folgenden tieferen Sinn: 

Harald Gogl: „Wir wollten diese Jubiläen feiern, da es auf der einen Seite nicht mehr selbstverständlich ist, dass es Vereine gibt, die so eine lange Tradition haben und diese jetzt und auch in Zukunft noch immer leben. Auf der anderen Seite soll daran gedacht werden, dass es gerade Menschen wie Andreas Hofer waren, die maßgeblich daran beteiligt waren, um die Freiheit unseres Landes Tirol zu kämpfen und wir stolz darauf sein können, Tiroler zu sein.“

Maximilian Kaneider:Das Jubiläumsfest soll in erster Linie die Traditionsvereine näher zusammenbringen und den Gemeinschaftsgedanken stärken. Gerade in einer schnelllebigen Zeit kann gelebte Tradition ein wichtiger Anker sein.
Darüber hinaus wünsche ich mir einen reibungslosen Ablauf des Festes sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher – und natürlich auch ein entsprechendes Festwetter.“

          

Fotos: Privat von Annelie Oberreiter
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